Von 04.03. bis 24.03.2026 nahm die Mittelschule Radenthein am österreichweiten Projekt „3 Wochen ohne Handy" teil. In den Klassen 1b, 2b, 3b, 4a und 4b stellten sich insgesamt 106 Schüler*innen der Herausforderung, den eigenen Umgang mit dem Smartphone bewusst zu hinterfragen und Alternativen im Alltag zu entdecken.
Von den 106 teilnehmenden Jugendlichen entschieden sich 78 Schüler*innen, während der drei Wochen ganz auf das Handy zu verzichten. 28 Schüler*innen behielten ihr Smartphone und nahmen als Kontrollgruppe an den begleitenden (anonymen) Umfragen teil.
Besonders erfreulich: Nur drei Schüler*innen brachen die Challenge vorzeitig ab. Damit haben 75 Schüler*innen das Experiment erfolgreich abgeschlossen und als Anerkennung eine „Finisher"-Urkunde erhalten.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts war das Offline-Tagebuch, in dem die teilnehmenden Jugendlichen ihre Erfahrungen festhielten. Die Rückmeldungen sind vielfältig – und oft erstaunlich konkret. Viele Schüler*innen berichten von
==> besserer Laune und mehr innerer Ruhe,
==> besserem Schlaf,
==> schnellerem Fertigwerden mit Hausübungen und Lernen,
==> und einem spürbar entspannteren Tagesablauf.
Besonders sichtbar wurde auch, wie rasch neue Routinen entstehen können, wenn das Smartphone als ständiger Begleiter wegfällt.
In zahlreichen Offline-Tagebucheinträgen finden sich „neue" Aktivitäten, die viele eigentlich schon kannten – aber lange nicht mehr so regelmäßig gemacht haben. Genannt wurden unter anderem:
==> Spielen mit Geschwistern
==> Treffen „in echt" mit Freund*innen
==> gemeinsamer Sport im Freien
==> Sudoku
==> Häkeln
==> Lesen
==> und einfach mehr Zeit zum „Ratschen" mit den Eltern
Diese Beobachtungen zeigen: Wenn das Handy weg ist, entsteht nicht nur „Leere", sondern oft überraschend schnell mehr Raum für echte Begegnung, Bewegung und kreative Beschäftigungen.
Viele Schüler*innen freuen sich verständlicherweise auf ihr Smartphone nach drei Wochen Verzicht. Gleichzeitig äußerten viele die Überzeugung, dass sich ihre Bildschirmzeit langfristig verkürzen wird, weil sie manche der neu entdeckten Aktivitäten inzwischen wirklich gern machen – und merken, dass es auch ohne dauernde Online-Präsenz gut funktioniert.
Das Handyexperiment an der MS Radenthein hat damit nicht nur kurzfristig eine spannende Erfahrung ermöglicht, sondern bei vielen Jugendlichen auch einen Impuls gesetzt: Digitales kann bleiben – aber bewusster, dosierter und selbstbestimmter.
Von 04.03. bis 24.03.2026 beteiligt sich die Mittelschule Radenthein am österreichweiten Projekt „3 Wochen ohne Handy“. In insgesamt fünf Klassen stellen sich unsere Schüler*innen dieser besonderen Challenge – mit Mut, Neugier und dem Ziel, den eigenen digitalen Alltag bewusster wahrzunehmen.
Mit dabei sind die Klassen 1b, 2b, 3b, 4a und 4b – das sind 106 Schüler*innen.
=> 78 Schüler*innen nehmen aktiv am Experiment teil und geben ihr Smartphone für die drei Wochen zur sicheren Aufbewahrung an die Eltern ab.
=> 28 Schüler*innen behalten ihr Handy und bilden die Kontrollgruppe: Sie nehmen an drei kurzen (anonymen) Umfragen teil und liefern damit wichtige Vergleichswerte.
Diese klare Rückmeldung und die hohe Beteiligung zeigen: Unsere Schüler*innen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen – und Neues auszuprobieren.
In den Klassen 2b, 3b, 4a und 4b wurde das ORF DOK1 Handy-Experiment bereits von Oktober bis Dezember 2025 im Pflichtgegenstand Digitale Grundbildung ausführlich besprochen. Dabei ging es nicht um Verbote, sondern um Fragen wie:
- Welche Rolle spielt das Smartphone im Alltag?
- Was macht Social Media mit Konzentration, Schlaf und Stimmung?
- Wie kann digitale Nutzung selbstbestimmt und gesund gelingen?
Das Experiment knüpft damit direkt an unsere Unterrichtsinhalte an – praxisnah, lebensweltbezogen und reflektiert.
Im Mittelpunkt steht Selbstbeobachtung statt Kontrolle:
- Wie verändert sich der Alltag ohne Smartphone?
- Was fällt leichter, was schwerer?
- Was wird plötzlich möglich, wenn das ständige Checken, Scrollen und Reagieren wegfällt?
Gerade die ersten Tage können herausfordernd sein – deshalb wird das Projekt von der Schule begleitet: durch Gespräche, Reflexion und gegenseitige Unterstützung in der Klassengemeinschaft.
Und wichtig: Ein Abbruch ist kein „Scheitern“, sondern ebenfalls ein wertvoller Lernmoment.
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die Zusammenarbeit mit den Familien. Die Eltern unterstützen ihre Kinder dabei,
- das Handy sicher aufzubewahren,
- die Erreichbarkeit (z. B. Sportverein, Firmung/Konfirmation, wichtige Kontakte) gut zu organisieren,
- bei möglichen „Entzugserscheinungen“ ermutigend da zu sein,
- Fairness und Selbstverantwortung zu stärken (keine Ausweichwege über Social Media am Laptop),
- und darauf zu achten, dass „Handyzeit“ nicht einfach durch andere Bildschirmzeit ersetzt wird.
Auch das Vorbild der Erwachsenen spielt dabei eine Rolle: Ein bewussterer Umgang mit Social Media tut oft nicht nur Jugendlichen gut.
Bild Katholnig: https://www.kleinezeitung.at/kaernten/oberkaernten/20673265/die-ersten-schueler-sind-schon-aus-dem-experiment-ausgestiegen
Das Experiment startet am 04.03.2026 – und wir sind als Schule stolz, diesen Weg mit 106 Schüler*nnen gemeinsam zu gehen.
Wir freuen uns auf die kommenden Wochen, auf die Erfahrungen aus den Klassen und auf viele Gespräche darüber, wie digitale Medien kompetent, verantwortungsvoll und selbstbestimmt genutzt werden können.